Energieausweise (Bedarfausweis / Verbrauchsausweis)

Die energetischen Eigenschaften Ihres Gebäudes auf einen Blick!

Neben Preis, Lage, Größe, Ausstattung und Baujahr entscheidet der Energieverbrauch eines Gebäudes mit über den Wert eines Hauses.

Der Energieausweis ist ein mehrseitiges Dokument, welches Immobilien energetisch bewertet, indem die Energieeffizienz der Immobilie berechnet und angezeigt wird. Da diese Berechnung auf standardisierten Berechnungsmethoden beruht, bietet der Energieausweis für Kauf – und Mietinteressenten die Möglichkeit, den Energieverbrauch von Immobilien zu vergleichen und die damit verbundenen Kosten zu kalkulieren. Für Eigenheimbesitzer hat der Energieausweis den Vorteil, den aktuellen energetischen Zustand Ihrer Immobilie einsehen zu können und gegebenenfalls Modernisierungsmaßnahmen durch zu führen, um die Energieeffizienz zu optimieren.

Bedarfsorientierter Energieausweis – der energetische Ist-Zustand Ihrer Immobilie

Ziel der Erstellung des Bedarfsausweises ist die theoretische Ermittlung des Energiebedarfs einer Immobilie. Für die Berechnung wird der energetische Zustand von Wänden, Fenstern und Heizungen (Anlagentechnik) herangezogen. Da die erhobenen Daten unabhängig vom individuellen Heizverhalten der Bewohner sind, ermöglicht der Bedarfsausweis Eigentümern energetische Schwachstellen Ihrer Immobilie zu ermitteln. Dadurch kann sich der Eigentümer nicht nur ein Bild des Ist Zustandes seiner Immobilie machen, sondern somit auch mögliche Energieeinsparmaßnahmen in Betracht zu ziehen, welche den energetischen Zustand der Immobilie optimieren und gleichzeitig die Kosten senken können, angezeigt wird dies mit mindestens zwei Varianten.

Verbrauchsorientierter Energieausweis – die Bewertung des Energieverbrauchsverhaltens

Bei der Erstellung des Verbrauchsausweises ist der Energieverbrauch der Gebäudebewohner der maßgebliche Faktor. Hierbei wird die tatsächlich verbrauchte Energiemenge für Heizung und die Warmwasserbereitung der zurückliegenden drei Jahre in Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter als Grundlage für die Berechnung herangezogen. Das Ergebnis im Verbrauchsausweis wird somit vor allem durch das individuelle Nutzungsverhalten der Gebäudebewohner beeinflusst. So kann ein geringer Energieverbrauch in den letzten drei Jahren einer energetisch schlecht bewerteten Immobilie trotzdem einen guten Energieausweis erhalten. Da die meisten Bewohner ein individuelles Energieverbrauchsverhalten haben und dieses die Grundlage für die Ermittlung des Verbrauchsausweises bildet, können im Gegensatz zum Bedarfsausweis nur begrenzt Aussagen über den zukünftigen Energieverbrauch der Immobilie gemacht werden. Der Verbrauchsausweis ist somit weniger aussagekräftig als der Bedarfsausweis. Achtung: Für die Ermittlung des Verbrauchsausweises müssen folgende Auflagen erfüllt sein. Das Miet- oder Kaufobjekt muss über mindestens 5 Wohneinheiten verfügen und der Bauantrag muss nach dem 01.10.1977 (Erste Wärmeschutzverordnung) gestellt worden sein.