EWärmeG: Was Sie beachten müssen!

Ein energetischer Sanierungsfahrplan zeigt auf, welche Sanierungsschritte in welcher Reihenfolge sinnvoll sind. Ein erfahrener Energieberater erfasst dazu alle Bauteile und die Heizungsanlage. Daraus entwickelt er Ihren Sanierungsfahrplan. Damit erfüllen Sie die Anforderungen des EWärmeG bereits zu einem Drittel.

Thermische Solaranlagen nutzen die Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung und können fast jedes Heizsystem ergänzen. Im Ein- und Zweifamilienhaus erfüllen Sie die Anforderungen des EWärmeG mit 0,07 Quadratmeter Kollektorfläche pro Quadratmeter Wohnfläche, im Mehrfamilienhaus mit 0,06 Quadratmeter pro Quadratmeter Wohnfläche.

PV (Photovoltaikanlagen) erzeugen Strom aus Sonnenlicht. 0,02 kWp pro Quadratmeter Wohnfläche genügen zur vollständigen Erfüllung der EWärmeG-Vorgaben – unabhängig davon, ob Sie den erzeugten Solarstrom selbst nutzen oder einspeisen.

Mit einer Holzzentralheizung für Hackschnitzel, Scheitholz oder Pellets erfüllen Sie die Anforderungen.
Das gilt auch für Einzelraumfeuerung durch Kachel-, Pellets und Grundöfen, wenn die Öfen 30 Prozent der Wohnfläche überwiegend beheizen oder mit einer Wassertasche Wärme an das Zentralheizungssystem abgeben.

Mit der Wärmepumpe nutzen Sie Umwelt- oder Abwärme. Bei elektrischen Wärmepumpen müssen nach den EWärmeG-Vorgaben aus einer Kilowattstunde Strom mindestens 3,5 Kilowattstunden Wärme erzeugt werden (Jahresarbeitszahl 3,50). Wird die Pumpe mit Gas oder Öl betrieben, muss das Gerät aus einer Kilowattstunde Brennstoff mindestens 1,2 Kilowattstunden Wärme bereitstellen (Jahresheizzahl 1,20).

Sie können die Vorgaben des EWärmeG zu zwei Dritteln erfüllen, wenn Sie Ihre Heizung mit mindestens 10 Prozent Bioöl oder Biogas bis 50 kW betreiben. Dazu müssen Sie einen entsprechenden Brennwertkessel einbauen.

Baulicher Wärmeschutz: Wenn Sie Dach, Außenwand oder Kellerdecke um mindestens 20 Prozent besser dämmen, als die Energieeinsparverordnung (EnEV 2013) fordert, erfüllen Sie das EWärmeG vollständig. Oder Sie verbessern die gesamte Gebäudehülle. In welchem Umfang dies anrechenbar ist, hängt vom Alter des Gebäudes ab.

Auch wenn Sie Ihre Wärme aus einer Heizungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW) beziehen, können Sie das EWärmeG 2015 erfüllen.

Wärmenetzanschluss: Statt eine eigene Heizungsanlage zu betreiben, erfüllt auch der Bezug der Wärme aus einem Kraft-Wärme-Kopplung oder mit mindestens 15 Prozent erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben wird.

Erfüllungsnachweise müssen Sie innerhalb von 18 Monaten nach Inbetriebnahme Ihrer neuen Heizungsanlage der unteren Baurechtsbehörde vorlegen. Die erforderlichen Bestätigungen/ EWärmeG Nachweise stellt Ihnen Ihr Energieberater aus.

Sie haben Fragen? – Ein kurzer telefonischer Kontakt bringt Sie sofort weiter!

Quelle: www.um.baden-wuerttemberg.de

Zentralbank bleibt auf Kurs

Auf der Zinssitzung Ende Oktober wurde nicht viel Neues verkündet: Das Anleihenaufkaufprogramm wurde wie geplant Anfang Oktober auf die Hälfte (statt 30 nun 15 Milliarde Euro) reduziert. Zum Ende des Jahres soll dann endgültig Schluss sein mit der geldpolitischen Schützenhilfe. Dann, 2019 sollen die Nullzinsen abgeschafft werden. Mutmaßlich wird das erst im Herbst passieren, wenn man die Formulierung der EZB, die Nullzinsen würden noch „mindestens über den Sommer 2019″ Bestand haben, entsprechend deutet. Dann wird es möglicherweise Draghis Nachfolger sein, der den „Hebel“ umlegt. Draghis Amtszeit endet mit dem Oktober 2019.
Quelle: www.immobilienscout24.de

Windhunde verschlingen das Baukindergeld.

Apropos: Für Immobilienkäufer ist das Umfeld deshalb immer noch hervorragend. Noch dazu, seitdem nun endlich das erwähnte Baukindergeld beantragt werden kann. Kritiker verurteilen es als Geldverschwendung, die nur „Mitnahmeeffekte“ auslöse: Wer sowieso bauen will, nimmt das Geld einfach mit – aber keiner käme ins Eigenheim, der es nicht sowieso auch ohne das Baukindergeld geschafft hätte. In jedem Fall ist es beliebt. 24.399 Förderanträge zählte die mit der Umsetzung beauftragte KfW-Bankengruppe im ersten Monat. Das riecht nach Bestseller. Und nach unterdimensioniert. Denn wenn die Anträge weiter so munter eingehen, wäre der Fördertopf von immerhin drei Milliarden Euro pro Jahr wohl für das Jahr 2019 im Sommer schon leer. „Windhundverfahren“ nennt man das: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Interessant ist die regionale Verteilung der bisherigen Anträge: An der Spitze stehen Flächenstaaten wie Nordrhein-Westfalen (5611 Anträge) oder Baden-Württemberg (3197 Anträge), Schlusslichter sind die Stadtstaaten Hamburg und Bremen mit jeweils etwas mehr als 200 Anträgen. Ob die Preise in den Metropolen so hoch sind, dass die möglichen Baukindergeld-Bezieher bereits jenseits der Einkommensgrenze liegen? Das wäre Wasser auf die Mühlen der Kritiker des Baukindergelds.
Quelle: www.immobilienscout24.de

Förderfähige Maßnahmen sind…!?!

Heizungsanlagen:

Einschließlich Durchführung des hydraulischen Abgleichs (Bei allen energetischen Maßnahmen am Gebäude, wodurch der Energiebedarf reduziert wird, ist der hydraulische Abgleich verpflichtend (Verfahren A oder B)). Einzubauende Umwälzpumpen müssen die zum Zeitpunkt des Einbaus geltenden Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie an den Energieeffizienzindex einhalten.

– Brennwertkessel Öl
– Brennwertkessel Gas oder Kombination aus Brennwertkessel und Wärmepumpe mit Sorptionstechnik
– Erstanschluss an Nah- und Fernwärme inklusive Wärmeübergabestationen und Hausanschlussleitungen, sowie bei bestehendem Anschluss der Austausch oder der erstmalige Einbau von Wärmeübergabestationen.

Ergänzende Anlagen:

– Biomasseanlage
– Holzvergaser-Zentralheizung
– Solarthermische Anlage
– Wärmepumpe

Wärmeverteilung und Lüftung sowie Durchführung eines Luftdichtheitstests:

– Optimierung von Heizungsanlagen, die älter als zwei Jahre sind.
– Bedarfsgeregeltes zentrales Abluftsystem
– Lüftungsanlage mit Wärmeträger
– Kompaktgerät

Wände:

Außenwände Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,20 W/(m²K)
Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk Wärmeleitfähigkeit λ ≤ 0,035 W/(m K)
Außenwände von Baudenkmalen und sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,45 W/(m²K)
Innendämmung bei Fachwerkaußenwänden sowie Erneuerung der Ausfachungen Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,65 W/(m²K)
– Wandflächen gegen unbeheizte Räume Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,25 W/(m²K)
– Wandflächen gegen Erdreich Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,25 W/(m²K)

Dachflächen:

– Schrägdächer und dazugehörige Kehlbalken Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,14 W/(m²K)
– Dachflächen von Gauben Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,20 W/(m²K)
– Gaubenwangen Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,20 W/(m²K)
– Flachdächer Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,14 W/(m²K)
– Alternativ bei Baudenkmalen und sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz höchstmögliche Dämmschichtdicke: Wärmeleitfähigkeit λ ≤ 0,040 W/(m K)

Geschossdecken:

– Oberste Geschossdecke zu nicht ausgebauten Dachräumen Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,14 W/(m²K)
– Kellerdecken, Decken zu unbeheizten Räumen Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,25 W/(m²K)
– Geschossdecken gegen Außenluft nach unten Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,20 W/(m²K)
– Bodenflächen gegen Erdreich Wärmedurchgangskoeffizient höchstens 0,25 W/(m²K)

Fenster und Türen:

– Fenster, Balkon- und Terrassentüren mit Mehrscheibenisolierverglasung
U-Wert für das gesamte Fenster (Glas, Rahmen, Randverbund) UW ≤ 0,95 W/(m²K)
– Barrierearme oder einbruchhemmende Fenster, Balkon- und Terrassentüren
U-Wert UW ≤ 1,1 W/(m²K)
– Ertüchtigung von Fenstern und Kastenfenstern sowie Fenster mit Sonderverglasungen U-Wert für das gesamte Fenster (Glas, Rahmen, Randverbund) UW ≤ 1,3 W/(m²K)
– Dachflächenfenster U-Wert UW ≤ 1,0 W/(m²K)
– Austausch von Fenstern an Baudenkmalen oder sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz U-Wert UW ≤ 1,4 W/(m²K) bzw. bei Fenstern mit echten glasteilenden Sprossen UW ≤ 1,6 W/(m²K)
– Ertüchtigung von Fenstern an Baudenkmalen oder sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz U-Wert UW ≤ 1,6 W/(m²K)
– Hauseingangstür U-Wert UD ≤ 1,3 W/(m²K)
Quelle: www.kfw.de






Prüfung meiner Qualifikationen

Qualitativ gute Arbeit setzt in Zeiten rasanter Entwicklungen im Bereich der Gebäudeenergieeffizienz ein regelmäßig aktualisiertes Wissen zum Stand der Technik sowie eine aktive Tätigkeit in dem Arbeitsgebiet voraus. Für viele der tätigen Experten stellt dies keine Neuerung dar, sondern bildet lediglich den Stand ihrer derzeitigen beruflichen Praxis ab.

Um die Qualifikationen der Experten regelmäßig zu überprüfen, verfügt die Energieeffizienz- Expertenliste über ein mehrstufiges Qualitätssicherungssystem:

1. Stufe: Bei der Ersteintragung müssen die Experten Nachweise über ihre Grund- und Zusatzqualifikationen erbringen. Die Nachweise werden geprüft, bevor der Experte in der Datenbank freigeschaltet wird.

2. Stufe: Alle drei Jahre müssen die Experten nachweisen, dass sie an Fortbildungen teilgenommen haben. Zusätzlich müssen sie für jedes Förderprogramm, für das sie weiter gelistet sein wollen, einen Nachweis ihrer praktischen Tätigkeit erbringen. Je nach Förderprogramm handelt es sich dabei um eine durchgeführte Energieberatung oder die Planung bzw. Baubegleitung eines KfW-Effizienzhauses (Neubau oder Sanierung).

3. Stufe: Im dritten Schritt werden alle eingereichten Praxisnachweise einem automatischen Plausibilitätscheck unterzogen. Weiterhin werden stichprobenartig vertiefte Überprüfungen der erbrachten Leistungen  durchgeführt. Dazu werden zunächst die für das Bauprojekt relevanten Unterlagen (Energieberatungsbericht, Effizienzhaus-Planung bzw. -Baubegleitung) auf Vollständigkeit, inhaltliche Korrektheit und Einhaltung der Förderrichtlinien geprüft. Ergibt sich aus der Unterlagenprüfung weiterer Klärungsbedarf,  kontrollieren neutrale Fachprüfer die Leistungen des Experten zusätzlich am Gebäude vor Ort.
Quelle: www.energie-effizienz-experten.de

Energie-Effizienz-Experte (EEE)

Warum brauche ich einen Energie-Effizienz-Experten?

Sie möchten energieeffizient Bauen oder Sanieren? Das ist gut für Sie und für die Umwelt, denn energieeffiziente Häuser bieten viele Vorteile: Sie verringern Heizkosten, bieten hohen Wohnkomfort und werden als Vorreiter für Energieeffizienz und Klimaschutz von der Bundesregierung gefördert.

Damit Hauseigentümer davon profitieren, müssen die Gebäude besonderen Ansprüchen an die Energieeffizienz genügen. Mit zunehmendem energetischem Niveau steigen aber auch die Anforderungen an die Qualität der auszuführenden Arbeiten. Bei Effizienzhäusern können deshalb schon kleine Fehler in der Planung oder Ausführung dazu führen, dass die berechnete Energieeinsparung nicht erreicht wird. Im schlimmsten Fall drohen sogar Bauschäden.

Die Umsetzung eines so komplexen und technischen Vorhabens stellt somit eine große Herausforderung für Hauseigentümer dar. Hochqualifizierte Experten sind daher unerlässlich, wenn es um die Umsetzung eines qualitativ hochwertigen Effizienzhauses geht.

Die Energieeffizienz-Experten erfüllen die hohen Ansprüche, die Fachleute für hocheffiziente Neubauten und Sanierungen sowie Energieberatungen mitbringen müssen. Sie sorgen für eine fachgerechte, unabhängige und neutrale Beratung und helfen Bauherren, die Einsparpotenziale ihres Gebäudes zu identifizieren sowie Fördermittel des Bundes für ihr Bauvorhaben optimal einzusetzen. Auch während des Bauens begleiten die Experten die Ausführung und sichern so eine fachgerechte Umsetzung.
Quelle: www.energie-effizienz-experten.de

Neues aus der EU zum Thema Energie und Umsetzung in Deutschland

Die EU versucht bereits seit vielen Jahren, die Energieeffizienz in Europa in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen zu erhöhen. Die aktuell im Bereich der Energiepolitik im Hinblick auf Energieeffizienz geltenden Rechtsakte der EU sehen zahlreiche Maßnahmen der Mitgliedsstaaten vor, wie Energieeffizienz zu steigern ist. Vorrang für Energieeffizienz ist ein Grundsatz, der heute alle Aspekte der EU-Energiepolitik durchdringt.

Die Energieeffizienzrichtlinie (EED) und die Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) bilden dabei den Kern der Effizienzstrategien.

Vorgaben für Mitgliedsstaaten aus der Energieeffizienzrichtlinie sind z. B. die Festlegung staatlicher Energieeffizienzziele, die Bildung von Strategien für Gebäuderenovierung, die Vorbildfunktion staatlicher Stellen bei der Steigerung der Energieeffizienz und die Förderung des Marktes für Energiedienstleistungen.

Die Gebäudeeffizienzrichtlinie in der momentan noch gültigen Fassung von 2010 legt Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden fest. Im Einzelnen mit den Vorgaben an die Mindestanforderungen und Berechnung der Gesamteffizienz, Niedrigenergiegebäude, Schaffung von finanziellen Anreizsystemen und Marktschranken, Erstellung und Ausstellung von Energieeffizienz-Ausweisen, Inspektionen von Anlagen und Kontroll- und Informationsmaßnahmen.

Eine Umsetzung der europäischen Richtlinien in das deutsche Recht erfolgt über das Energieeinspargesetz, die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz. Der Entwurf für ein Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) konnte sich letztes Jahr nicht durchsetzen. Hier sollte z.B. der von der EU geforderte Fast-Null-Energie-Standard oder auch Niedrigstenergie-Gebäudestandard festgelegt werden, der den Anforderungen an Energie- und Klimaschutzziele bis 2050 gerecht wird und für alle Neubauten ab 2019 (öffentliche Gebäude) bzw. 2021 (private Neubauten) gelten soll.

Die neue EU-Gebäuderichtlinie, auf die sich das Europäische Parlament, der Rat und die EU-Kommission am 19.12.2017 geeinigt haben, hat das vorrangige Ziel, die kostenwirksame Renovierung bestehender Gebäude zu beschleunigen. Sie gehört  auch zum großen Paket „Saubere Energien für Europa“ und verpflichtet sich damit dem Pariser Klimaabkommen.

Nach dieser politischen Einigung muss nun noch der Wortlaut der Richtlinie vom Europäischen Parlament und vom Rat förmlich genehmigt werden. Die aktualisierte Richtlinie wird in den kommenden Monaten von beiden Gesetzgebern gebilligt und im Amtsblatt der Union veröffentlicht. Sie tritt 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Die Mitgliedsstaaten werden die neuen Elemente der Richtlinie nach 18 Monaten in nationales Recht umsetzen müssen.

Der „langfristigen Renovierungsstrategie“ wird ein neuer Artikel 2a gewidmet. Er sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten einen Fahrplan mit klaren Meilensteinen und Maßnahmen zur Verwirklichung des langfristigen Ziels bis 2050 erstellen, um einen nationalen Gebäudebestand mit geringen CO2- Emissionen zu erhalten, auch mit genauen Zwischenzielen bis 2030. Die langfristige Renovierungsstrategie soll zur Verringerung der Energiearmut beitragen.

„Gebäudetechnische Systeme“ sollen definiert werden als „die technische Ausrüstung eines Gebäudes oder Gebäudeteils für Raumheizung, Raumkühlung, Lüftung, Warmbrauchwasser, eingebaute Beleuchtung, Gebäudeautomatisierung und -steuerung, standortnahe Elektrizitätserzeugung und Elektromobilitäts-Infrastrukturen oder eine Kombination solcher Systeme, einschließlich derer, die Energie aus erneuerbaren Quellen nutzen“.

Ladestationen für alternative Kraftstoffe und Elektrofahrzeuge sollen für Neubauten vorgeschrieben werden. Dafür soll der Artikel 6 (Neue Gebäude) dahingehend geändert werden, dass bei neuen und umfangreich sanierten Nichtwohngebäuden mindestens jeder zehnte Parkplatz einen Ladepunkt für alternative Kraftstoffe umfasst. Bei neuen und umfangreich sanierten Wohngebäuden mit über zehn Parkplätzen sollen „Vorverkabelungen vorgenommen werden, die die Errichtung von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge für jeden Parkplatz ermöglichen.“

Bei der Installation, Austausch oder Modernisierung eines gebäudetechnischen Systems soll die Gesamtenergieeffizienz des gesamten veränderten Systems bewertet, dokumentiert und an den Eigentümer des Gebäudes übermittelt werden, so dass diese Dokumentation auch für die Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen und die Ausstellung von Energieeffizienzausweisen zur Verfügung steht. Diese Informationen sollen auch in den jeweiligen nationalen Datenbanken für Ausweise über die Gesamtenergieeffizienz registriert werden.

„Intelligenzindikator“ als neues Kennzeichen für Gebäude: Der Intelligenzindikator soll die Flexibilitätsmerkmale, verbesserten Funktionen und Fähigkeiten abbilden, die auf die stärker vernetzten und besser integrierten intelligenten Geräte zurückzuführen sind, die in herkömmlichen gebäudetechnischen Systemen verbaut werden. „Mit diesen Funktionen soll den Bewohnern und dem Gebäude selbst ermöglicht werden, auf Anforderungen hinsichtlich Komfort und Betrieb zu reagieren, einen Beitrag zur Laststeuerung zu leisten und den optimalen, reibungslosen und sicheren Betrieb der verschiedenen Energiesysteme und Infrastrukturen, an die das Gebäude angeschlossen ist, zu unterstützen.“

Finanzielle Förderung an den erzielten Energieeffizienzverbesserungen orientieren: Die Einsparungen sollen durch den Vergleich der Energieeffizienzausweise ermittelt werden, die vor und nach der Renovierung ausgestellt wurden.

Inspektion der Anlagentechnik: Inspiziert werden soll die Gebäudeheizung – wie Wärmeerzeuger, Steuerungssysteme und Umwälzpumpe für Nichtwohngebäude und Wohngebäude, die über zentrale gebäudetechnische Systeme mit einer Nennleistung von mehr als 70 kW verfügen. Diese Inspektion soll auch die Prüfung des Wirkungsgrades der Kessel und der Kesseldimensionierung im Verhältnis zum Heizbedarf des Gebäudes und gegebenenfalls die Möglichkeiten zur Optimierung der Leistung bei typischen oder durchschnittlichen Betriebsbedingungen umfassen.

Zurück nach Deutschland:

Ziele setzte sich auch unsere Bundesregierung im Koalitionsvertrag zum Thema Energie.

Hier wird z. B. ein Anteil von etwa 65 Prozent erneuerbarer Energien bis 2030 angestrebt. Außerdem soll nun auch das Gebäudeenergiegesetz umgesetzt werden, allerdings heißt es: „Dabei gelten die aktuellen energetischen Anforderungen für Bestand und Neubau fort. Wir wollen dadurch insbesondere den weiteren Kostenauftrieb für die Mietpreise vermeiden. Zusätzlich werden wir den Quartiersansatz einführen. Mögliche Vorteile einer Umstellung künftiger gesetzlicher Anforderungen auf die CO2-Emissionen werden wir prüfen. Die mögliche Umstellung soll spätestens bis zum 1. Januar 2023 eingeführt werden.“ Fraglich ist hierbei die Vereinbarkeit mit den europäischen Vorgaben und das Erreichen unserer gesetzten Klimaschutzziele.

In der Förderstrategie der Gebäudesanierung sollen die bestehenden Programme überarbeitet und besser aufeinander abgestimmt werden. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm soll fortgesetzt werden. Die Förderung zum Austausch von alten Heizungen zu hocheffizienten Geräten (auch Brennwertgeräten) soll bestehen bleiben.

Die deutsche Förderbank KfW, die dem Bund und den Ländern gehört, spielt in Deutschland eine entscheidende Rolle bei der Errichtung und Sanierung von Wohnungen und Häusern mit einem energetischen Anspruch. „Der Förderschwerpunkt Wohnen leistete mit einem Zusagevolumen von 18,9 Mrd. Euro auch 2017 wieder einen bedeutenden Beitrag. Dabei erfuhren insbesondere die Zuschussprogramme zu Energieeffizient Bauen und Sanieren bzw. Altersgerecht Umbauen einen deutlichen Nachfrageschub. Hierauf entfielen rund 59 Prozent der wohnwirtschaftlichen Zusagen“ (KfWJahresbericht 2017).

Auch dem in der Gebäudeeffizienzrichtlinie geforderte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und intelligenten Technologien, um den effizienten Betrieb von Gebäuden zu gewährleisten, beispielsweise durch Einführung von Automatisierungs- und Kontrollsystemen, kommt die KfW jetzt schon nach. Im Rahmen des Programmes für altersgerechten Umbau und als Zusatzmaßnahme bei der energetischen Sanierung können Smart-Home-Anlagen mit gefördert werden.

Einsatzmöglichkeiten für Energiemanagement können sein: elektronische Heizkörper- oder Raumthermostate mit integriertem Wohnungsdisplay zur Anzeige von aktuellen Daten; Systeme zur Erfassung und Monitoring der Verbrauchsdaten; Speichersysteme, Nutzerinterface und Smart-Metering-Systeme; Einbau von Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (z. B. für Beleuchtungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, Einbindung von Wetterdaten); Energiemanagementsystem inklusive Integration in wohnwirtschaftliche Software oder Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Systeme für die Sicherheit: Not-, Ruf- und Unterstützungssysteme; Gebäudeausrüstung mit vernetzter Gebäudesystemtechnik (z. B. Fensterkontakten, Präsenzsensoren, Beleuchtungsaktoren); Systemtechnik für den Datenaustausch hausintern und -extern oder intelligente Türsysteme mit personalisierten Zutrittsrechten.
Quelle: www.zds-schornsteinfeger.de

Baukindergeld

Sie haben in diesem Jahr ein eigenes Zuhause für Ihre Familie gekauft oder gebaut und sind schon eingezogen? Oder Sie haben es bald vor? Dann können Sie vom Baukinder­geld profitieren.

Das Baukinder­geld ist ein staatlicher Zuschuss, den Sie nicht zurück­zahlen müssen. Der Zuschuss soll es Familien mit Kindern und Allein­erziehenden leichter machen, ein eigenes Haus oder eine Eigentums­wohnung zu finanzieren. Pro Kind erhalten Sie 12.000 Euro, ausgezahlt in 10 jährlichen Raten zu je 1.200 Euro.

Die Voraussetzungen für Ihre Förderung

  • In Ihrem Haushalt leben Kinder unter 18 Jahren für die Sie oder Ihr Partner Kindergeld erhalten.

  • Ihr Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind.

  • Sie haben frühestens am 01.01.2018 den Kaufvertrag unter­zeichnet oder die Baugenehmigung erhalten.

  • Ihr neues Zuhause ist zum Stichtag Ihre einzige Wohn­immobilie.
    Quelle: www.kfw.de

Ebenfalls sind förderfähige Maßnahmen (Einbruchschutz)

  • Einbau einbruch­hemmender Haus- und Wohnungs­eingangs­türen nach DIN EN 1627 oder besser

  • Einbau von Nachrüst­systemen für Haus- und Wohnungs­eingangs­türen (z. B. Türzusatz­schlösser, Querriegel­schlösser mit/ohne Sperr­bügel, Kasten­riegel­schlösser)

  • Einbau von Nachrüst­systemen bei vorhandenen Fenstern (z. B. aufschraub­bare Fenster­stangen­schlösser, drehgehemmte Fenstergriffe, Bandseiten­sicherungen, Pilzkopf­verriegelungen)

  • Einbau einbruch­hemmender Gitter, Klapp- und Rollläden

  • Einbau von Einbruchs- und Überfall­meldeanlagen nach DIN EN 50 131 Grad 2 oder besser, z. B. Kamera­systeme, Panik­schalter, Personen­erkennung an Haus- und Wohnungs­türen, intelligente Tür­schlösser.
    Hinweis: Alarmanlagen mit Infraschall­detektion (Infraschall­anlagen) sind nicht förder­fähig, da sie der DIN EN 50 131 nicht entsprechen.

  • Einbau von Türspionen

  • Baugebundene Assistenz­systeme (z. B. (Bild-)Gegen­sprech­anlagen, Bewegungs­melder, Beleuchtung, baugebundene Not- und Ruf­systeme, elek­tronische Antriebs­systeme für Roll­läden)
    Quelle: www.kfw.de