Windhunde verschlingen das Baukindergeld.

Apropos: Für Immobilienkäufer ist das Umfeld deshalb immer noch hervorragend. Noch dazu, seitdem nun endlich das erwähnte Baukindergeld beantragt werden kann. Kritiker verurteilen es als Geldverschwendung, die nur „Mitnahmeeffekte“ auslöse: Wer sowieso bauen will, nimmt das Geld einfach mit – aber keiner käme ins Eigenheim, der es nicht sowieso auch ohne das Baukindergeld geschafft hätte. In jedem Fall ist es beliebt. 24.399 Förderanträge zählte die mit der Umsetzung beauftragte KfW-Bankengruppe im ersten Monat. Das riecht nach Bestseller. Und nach unterdimensioniert. Denn wenn die Anträge weiter so munter eingehen, wäre der Fördertopf von immerhin drei Milliarden Euro pro Jahr wohl für das Jahr 2019 im Sommer schon leer. „Windhundverfahren“ nennt man das: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Interessant ist die regionale Verteilung der bisherigen Anträge: An der Spitze stehen Flächenstaaten wie Nordrhein-Westfalen (5611 Anträge) oder Baden-Württemberg (3197 Anträge), Schlusslichter sind die Stadtstaaten Hamburg und Bremen mit jeweils etwas mehr als 200 Anträgen. Ob die Preise in den Metropolen so hoch sind, dass die möglichen Baukindergeld-Bezieher bereits jenseits der Einkommensgrenze liegen? Das wäre Wasser auf die Mühlen der Kritiker des Baukindergelds.
Quelle: www.immobilienscout24.de

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