EWärmeG: Was Sie beachten müssen!

Ein energetischer Sanierungsfahrplan zeigt auf, welche Sanierungsschritte in welcher Reihenfolge sinnvoll sind. Ein erfahrener Energieberater erfasst dazu alle Bauteile und die Heizungsanlage. Daraus entwickelt er Ihren Sanierungsfahrplan. Damit erfüllen Sie die Anforderungen des EWärmeG bereits zu einem Drittel.

Thermische Solaranlagen nutzen die Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung und können fast jedes Heizsystem ergänzen. Im Ein- und Zweifamilienhaus erfüllen Sie die Anforderungen des EWärmeG mit 0,07 Quadratmeter Kollektorfläche pro Quadratmeter Wohnfläche, im Mehrfamilienhaus mit 0,06 Quadratmeter pro Quadratmeter Wohnfläche.

PV (Photovoltaikanlagen) erzeugen Strom aus Sonnenlicht. 0,02 kWp pro Quadratmeter Wohnfläche genügen zur vollständigen Erfüllung der EWärmeG-Vorgaben – unabhängig davon, ob Sie den erzeugten Solarstrom selbst nutzen oder einspeisen.

Mit einer Holzzentralheizung für Hackschnitzel, Scheitholz oder Pellets erfüllen Sie die Anforderungen.
Das gilt auch für Einzelraumfeuerung durch Kachel-, Pellets und Grundöfen, wenn die Öfen 30 Prozent der Wohnfläche überwiegend beheizen oder mit einer Wassertasche Wärme an das Zentralheizungssystem abgeben.

Mit der Wärmepumpe nutzen Sie Umwelt- oder Abwärme. Bei elektrischen Wärmepumpen müssen nach den EWärmeG-Vorgaben aus einer Kilowattstunde Strom mindestens 3,5 Kilowattstunden Wärme erzeugt werden (Jahresarbeitszahl 3,50). Wird die Pumpe mit Gas oder Öl betrieben, muss das Gerät aus einer Kilowattstunde Brennstoff mindestens 1,2 Kilowattstunden Wärme bereitstellen (Jahresheizzahl 1,20).

Sie können die Vorgaben des EWärmeG zu zwei Dritteln erfüllen, wenn Sie Ihre Heizung mit mindestens 10 Prozent Bioöl oder Biogas bis 50 kW betreiben. Dazu müssen Sie einen entsprechenden Brennwertkessel einbauen.

Baulicher Wärmeschutz: Wenn Sie Dach, Außenwand oder Kellerdecke um mindestens 20 Prozent besser dämmen, als die Energieeinsparverordnung (EnEV 2013) fordert, erfüllen Sie das EWärmeG vollständig. Oder Sie verbessern die gesamte Gebäudehülle. In welchem Umfang dies anrechenbar ist, hängt vom Alter des Gebäudes ab.

Auch wenn Sie Ihre Wärme aus einer Heizungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW) beziehen, können Sie das EWärmeG 2015 erfüllen.

Wärmenetzanschluss: Statt eine eigene Heizungsanlage zu betreiben, erfüllt auch der Bezug der Wärme aus einem Kraft-Wärme-Kopplung oder mit mindestens 15 Prozent erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben wird.

Erfüllungsnachweise müssen Sie innerhalb von 18 Monaten nach Inbetriebnahme Ihrer neuen Heizungsanlage der unteren Baurechtsbehörde vorlegen. Die erforderlichen Bestätigungen/ EWärmeG Nachweise stellt Ihnen Ihr Energieberater aus.

Sie haben Fragen? – Ein kurzer telefonischer Kontakt bringt Sie sofort weiter!

Quelle: www.um.baden-wuerttemberg.de

Zentralbank bleibt auf Kurs

Auf der Zinssitzung Ende Oktober wurde nicht viel Neues verkündet: Das Anleihenaufkaufprogramm wurde wie geplant Anfang Oktober auf die Hälfte (statt 30 nun 15 Milliarde Euro) reduziert. Zum Ende des Jahres soll dann endgültig Schluss sein mit der geldpolitischen Schützenhilfe. Dann, 2019 sollen die Nullzinsen abgeschafft werden. Mutmaßlich wird das erst im Herbst passieren, wenn man die Formulierung der EZB, die Nullzinsen würden noch „mindestens über den Sommer 2019″ Bestand haben, entsprechend deutet. Dann wird es möglicherweise Draghis Nachfolger sein, der den „Hebel“ umlegt. Draghis Amtszeit endet mit dem Oktober 2019.
Quelle: www.immobilienscout24.de

Windhunde verschlingen das Baukindergeld.

Apropos: Für Immobilienkäufer ist das Umfeld deshalb immer noch hervorragend. Noch dazu, seitdem nun endlich das erwähnte Baukindergeld beantragt werden kann. Kritiker verurteilen es als Geldverschwendung, die nur „Mitnahmeeffekte“ auslöse: Wer sowieso bauen will, nimmt das Geld einfach mit – aber keiner käme ins Eigenheim, der es nicht sowieso auch ohne das Baukindergeld geschafft hätte. In jedem Fall ist es beliebt. 24.399 Förderanträge zählte die mit der Umsetzung beauftragte KfW-Bankengruppe im ersten Monat. Das riecht nach Bestseller. Und nach unterdimensioniert. Denn wenn die Anträge weiter so munter eingehen, wäre der Fördertopf von immerhin drei Milliarden Euro pro Jahr wohl für das Jahr 2019 im Sommer schon leer. „Windhundverfahren“ nennt man das: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Interessant ist die regionale Verteilung der bisherigen Anträge: An der Spitze stehen Flächenstaaten wie Nordrhein-Westfalen (5611 Anträge) oder Baden-Württemberg (3197 Anträge), Schlusslichter sind die Stadtstaaten Hamburg und Bremen mit jeweils etwas mehr als 200 Anträgen. Ob die Preise in den Metropolen so hoch sind, dass die möglichen Baukindergeld-Bezieher bereits jenseits der Einkommensgrenze liegen? Das wäre Wasser auf die Mühlen der Kritiker des Baukindergelds.
Quelle: www.immobilienscout24.de